die-steinzeit-ung









Fährmann! Fahr nicht mehr über den Fluss,

fahr lieber in die Ferne.

Wer von Ufer zu Ufer pendeln muss,

tuts einmal nicht mehr gerne.

Reiß das Ruder herum;

lass das Ufer links liegen,

und dich von Wellen flussabwärts wiegen.

"Das Meer ist nicht weit", ruft die Stimme am Ufer.

Das Boot gleitet sanft an dem Fremden vorüber.

Von der Kimm voraus rufts: "Fährmann! Hol über."




DIESTEINZEIT-ung soll eine neue Art von Wahrnehmung ermöglichen. Das Ausgraben und Freilegen von Hinter-und Untergründen ist eine mühevolle Arbeit, die nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Aber auf die Versuchsgrabungen kommt es letztlich an, besonders, wenn die Zeichen unübersehbar zeichnen. Und wenn dann etwas gefunden wurde, kommt die große Zeit der Wahrsprecher, der Ausleger, Deuter, Erklärer. Und wenn Du zwei Fachleute um die Deutung von Zeichen bittest, und Du bekommst zwei verschiedene Versionen geliefert, dann hänge getrost Deine eigene als dritte dran . . .




Neo Lit aus dem

Neanderthal®

von bejot


Bernd Jacobs

40822 Mettmann, Nourneystr. 43,

Tel.: 02104/72827

http://www.bj-verlag.de

E-Mail: bejot2000@web.de











Wenn Sie dieses Faltblatt ungelesen

in den Papierkorb werfen möchten,

halten Sie einen Moment inne. . . . .

Denn dies ist ein "handgemachtes"

Artefakt, eine Rarität unter den mil-

liardenfachen, computerisierten

Flugschriften




Das schwarze Fleisch, zahngerädert

im Hafen der Augenweide,

ist und bleibt begrünt.

Hauptsache: Melancholie

stirbt an einer Überdosis

Zeit.

Den traurigen Engeln

wird das Gefieder gefegt.

Sie lernen lachen.

( Nach einem Häusergraffito in Rostock, 1995)


"... die Darstellungsweise ist unpathetisch und gradlinig. Seine Gedichte sind entsprechend komprimierte Schilderungen von Zuständen, Beobachtungen, Ängsten. Hier schwingt - ob Metapher oder Reim - durchaus Poesie mit und lädt zum Gedankenflug ein."

So urteilt die Presse beispielsweise über bejotsGedichtband "Wir alle sind Prokrustes". Der Gedichtband "Wir alle sind Prokrustes", I S B N

3-934806-01-5, broschiert, 120 Seiten, zu bestellen für € 10,25 bei genannter Adresse.





Irrsinn hoch zwei


Die gegner ließ er an sich heran,

dann zündete er die mine

mit grimmigem lachen im gesicht

wohl wissend, dass ihn danach

im leibe kein knochen mehr drückt.

Ein neuer held ward geborn.







Nicht etwa ein Gedicht, entstanden nach dem denkwürdigen 11. September; nein, dieser Text ist über 20 Jahre alt.-

" Was ist zu tun, gegen männer-und frauenmordende, religiöse und politische Eiferer im Glauben, die nur und nur ihre eigene Überzeugung als das einzige und vornehmste Mittel zur Heilung der Welt betrachten?

Mehr F e u e r k r a f t ".-


Auch dieser Spruch ist lange vor dem bereits zitierten denkwürdigen Tag entstanden.


Der Roman "Tod der Stadt" von Bernd Jacobs schildert, wie aus kleinen menschlichen Verletzungen gewaltige Wirkungen entstehen, zumal wir mit der Technik den Kraftarm und zugleich Angelpunkt für das Aushebeln der Welt besitzen.


Der Roman "Tod der Stadt", broschiert, 308 Seiten, ISBN 3-934806-02-3, ist beim Autor erhältlich.



Rote Wüste vier


Unter rotem Geträufel aus Gelbbauchwindern,

kaspeiern Längenöhlen, schläufen Hangschliefer

über die ganggeleckten, walen Bäume,

und trietschen die neuenSturmstecher aus.

Weiße Sekunden buchinen zu Stunden,

zerdrölen in weißgrüner Pracht zu Staub.

Schwarzer Suidar nimmt Illmitz ins Lot

knört Sendel auf sengendem Grund.

Ein Nakilep bechtet vom Lemmih herab,

in das düsterrotglühende Schwalch.

"Nicht regt sich die Gronde! Nur Stalch deckt das Barg",

rievEtsüwetor; so streng wie die Nacht.




Dies "und anderes, weniger Ernstes", sowie

Geschichten über "Weihnachten",

"Wannengedichte" enthält der Band

"Weihnachten, Wannengedichte und anderes

weniger Ernstes", 186 Seiten, 6 Abb.,

broschiert, ISBN 3-934806-03-1, und ist

ebenfalls beim Autor zu haben.


Schwalbe, kleine Himmelsschwester,

hoch unter dem Gewitterbogen.

Wohin flattert dein Flügelchen

wenn Eisgeröll und Blitzgeschmetter

dein Jagdrevier durchfurcht?

Kennst du den Flug des Falken,

stürzt dich wie er in die Tiefe,

suchst Schutz unter dem Traufbrett

am Dach?

So ist es gut; wart' nicht zu lang.

Wünsch dir noch ganz viel

Fliegenspeck





Nun ein anderes Thema:


Der speiende Pulk von Intolerasten

bereitet uns feixend das Scherbengericht.

Wir stehen gemeinsam, und legen uns

ins Bett der paarweisen Täuschung.

Wir verfallen nicht dem Taumel der Sinne,

sondern sondern mit Schmerzen

Abklärung ab.


Der gefallene Schatten

In mir ist es hell.

Auf dem Boden mein Schatten.

Der Blick ist nun frei.



Still und blass ruht der See in mir.

Das Seehaus, geflutet,

bricht sanft durch den zitternden

Wasserspiegel;

untrüglich schmerzhaftes Mal

für den Stand meiner Tränen.

Rundum keine Arche,

kein Vogel - im Schnabel der Zweig.

Nicht wölbt sich ein Regenbogen über das Land.

Nichts bleibt mir übrig, als einsam weiter zu treiben.




Moderne Dichtung

Bewegst du dich auf dem tiefen Meer

der Buchstaben, Wörter und Sprüche.

Pass auf!- Die Leuchtfeuer der großen Werke,

die abgewetzten Klippen der Metaphern,

die seichten Untiefen der Banalität.

Und überall die Gestade des Stumpfsinns.

Auf dieser Breite such' nicht nach Neuland.

Die Neuen Ufer - noch nicht in Sicht.




Das Ende eines Irrwegs


Es gab keinen Ausweg.

Der Rückweg; zu lang.

Am Ende die Kugel.

Petra und Gert.


Dazu, kongenial: Martin L. K i n g sagte in seiner "Traumrede": ,Gott wird mich erhalten bis ans Ende meiner Tage', welches dann auch sehr schnell eintrat.

Ein Quäntchen Nitrozellulose, ein paar Gramm Kupfer und Blei, richtig platziert, verkürzten seinen unerschütterlichen Glauben an die Fürsorge Gottes erheblich.

Entnommen dem Band "Die Reseolre-Legende",

ISBN 3-934806-00-7, broschiert, 164 Seiten, erhältlich im Buchhandel (auch Internet) zum Preise v.11,66




















DIE STEINZEIT-ung berichtet über ein Buch, welches Ende Juli 2007 erschienen ist. Das Buch heißt "AnnA hat geträumt", von Bernd Jacobs. Bernd Jacobs war als junger Mann in einem Steinbruch der hiesigen Kalkindustrie als Baggerführer und Sprengwerker beschäftigt. Eines Tages fanden er und seine ehemaligen Arbeitskollegen in einem Steinbruch unter einem mächtigen Haufen Sand einen Baumstubben. Das Holz war sehr, sehr alt, aber als solches durchaus noch zu erkennen. Das Holz war nicht versteinert, es zerbröselte den Männern in den Händen. Bernd Jacobs nahm von diesem Holz etwas mit, bevor es auf die Abraumhalde gekippt wurde.-

Nach sehr vielen Jahren erinnerte sich Bernd Jacobs an diesen Vorfall; leider fand er die Holzprobe, die er damals entnommen hatte nicht mehr. Langsam und beharrlich spannen sich Gedanken um diesen Fund zu einer Geschichte -einer phantastischen, natürlich - , die Bernd Jacobs nun aufgeschrieben hatte.

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-8334-8224-3 bei Books on Demand GmbH, In den Tarpen 42, D-22848 Norderstedt erschienen.



















































Fund im Neanderthal


Was brodelt da im Gartenteich,

geheimnisvoll und fremd?

Was ist das für ein blauer Laich;

ins Blattgewirr geklemmt?


-Das glaub ich nicht, Neanderthal:

Die Urzeit ist vorbei.

Aus diesem Ei - es war einmal -,

entsteht kein Echsenschrei. . . .


Im Wartesaal Neanderthal

nun Floras Kinder blühn.

Und wer es sehn will, dieses all,

muss sich hierher bemühn.


bejot 7/04




































Oriflam





 Nun sind die ersten Ergebnisse der Untersuchungen des Kometenstaubs, den die NASA mit ihrem Projekt “Stardust” vom Kometen “Wild 2” zur Erde zurückgebracht hat, bekannt geworden.

Zeichnet sich nun endlich eine umfassende Erklärung der Entstehung der Welt ab? Einer Entstehung, immer konsequent entgegengesetzt den unzähligen Genesen aller irdischen Religionen?

Mitnichten. Folgendes Gedicht zeigt sehr aktuell den “Wissens”stand der Menschen über die Entstehung der Welt auf:



Sie finden ihn nicht . . .



Radaraugen suchen und tasten vergebens.

Sie finden ihn nicht.

Sie jagen Raketen zu den Sternen der Nacht,

und sie treffen ihn nicht.

Sie suchen und forschen und melden stolz:

Wir haben ihn nicht gefunden. -

Sie betäuben sich mit dem Gedanken der Macht,

weil der Blick sie erschreckt in die Tiefen.



Sie zerlegen und trennen die Stoffe der Welt

bis ins Feinste und Kleinste, wohlüberlegt.

Doch sie finden nur das, was der Körper enthält;

kein Geist, der die Stoffe erregt. -

Sie finden Gesetze, mathematisch getreu,

sie finden den Sinn des Lebens.

Die Kraft, die bestimmt: Es werde – es sei - ,

die suchen sie vergebens.



Sie kratzen den Staub dieser Erde

zusammen, und formen daraus i h r Bild.

Denken, daß man ihn treffen werde.

Doch er schweigt, groß und wild. -

Sein Schweigen tötet die Fragen,

die Verstand und Vernunft ihm gestellt.

Sein Schweigen macht Zittern und Zagen

die Mächtigen dieser Welt.



Sie stürmen und toben gegen die Mauer,

auf die sie den Zufall gesetzt,

dem blinden Popanz, der auf die Dauer

das Gefühl für die Wahrheit verletzt.

Sie zerren und reißen mit geiler Hand,

entkleiden, wonach ihr Trachten giert.

Jedoch ist es tödlich, wenn der Verstand

die v o l l e Wahrheit e r l e i d e n wird. -

(dieses Gedicht ist in dem Band “Ihr seid ja alle Prokrustes!”, ISBN 978-3-8334-7375-3, Seite 96, von Bernd (bejot) Jacobs, bei Books on Demand, Norderstedt, erschienen.





Zweifellos eine etwas düstere Angelegenheit. - Aber es gibt auch noch die schönen Seiten der Welt. Und hierbei kann ich gewiss noch mithalten.

- Im vorigen Jahr, im Ostkanton Belgiens, genauer in Kettenis, kamen wir nach einem zünftigen Abendessen in einem Dorfgasthof beim Bummeln an einem Geschäft für Gartenbedarf vorbei. Im letzten guten Abendlicht – Büchsenlicht würde der Waidmann sagen – schimmerte mir die kunstmarmorne Pracht des Gartennippes entgegen. Schön weiß und hervorstechend. Ruck Zuck die Camera vorsichtig zwischen zwei Gitterstäbe des Hoftores geklemmt, und . . . Aufnahme! War danach selbst von dem Ergebnis überrascht. Noch mehr überraschte mich das sofortige Anlaufen der Assoziations-Maschine.

Was dabei heraus kam weiter unten:




Amor und Psyche in Kettenis



Unter den Laternen hinterm großen Tor,

steht Fräulein Lenchen Psyche

mit ihrem Freund Amor.

Solang sich nicht ein paar Räder drehn

bleib' n beide bis zur Steinzeit stehn.

Läuft niemand nicht davon.

Der Nachteil von Beton.



Ich schwöre es: Sie können diesen Text nach der Melodie des ewigen Schlagers „Lili Marleen“ singen. Haargenau. -



Für alle die ein wenig ete petete sind: Habe weiter unten ebenfalls in Kettenis noch eine andere schöne Frau gefunden die es wert ist, abgelichtet und gezeigt zu werden.






In persönlicher Sache: Da mir dieses Gesamtcouplet ziemlich locker von der Hand gegangen ist hoffe ich, dass mir zum Bild des Verwaltungsgerichts in Gelsenkirchen weiter oben auch noch was einfällt.

Das Andichten des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen – eigentlich das alten Postamt – kann ich mir nun sparen. Denn die Ruhrkönigin Essen ist zur Kulturhauptstadt 2010 erkoren worden. Nun fällt auch der Glanz auf die Umgebung, auf das gesamte Ruhrgebiet.

Und ein Abglanz fällt auch auf den niederbergischen Kreis Mettmann! In historischen Zeiten reichte das Bergische Land nämlich bis nach Mülheim/Ruhr, Kettwig sowieso, und bis zu den südlichen Teilen von Oberhausen und Duisburg.Also weiter unten eine Aufnahme von Essen, der Schönen






Die Ansicht von Essen oben ist aus einem anderen Jahr, auch um die Osterzeit. Das Osterblümchen, welches ich weiter unten aufgenommen habe, hat es sehr viel schwerer, Osterstimmung 2006 zu verbreiten.













Nanu, was haben wir denn hier für ein Bild? - Etwa einen gänzlich unbekannten Kirchner, einen wieder aufgetauchten Heckel, oder gar einen Schmidt-Rottluff, der die Aktion „Entartete Kunst“ bei einem Privatier überlebt hat?

Denn dieses Bild zeigt solchermaßen expressionistische Züge, wie man sie nur von Bildern aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts kennt. Die undefinierbare Menschenmenge, von hinten betrachtet, beobachtet irgend ein Ereignis, welches in der Perspektive weiter voraus uns verborgen bleibt. Einige Gestalten eilen weiter vor, um einen günstigeren Beobachtungsstand zu bekommen. Die Figuren sind durchweg wuchtig angelegt, die Proportionen ordnen sich hubalistisch der gerade eingenommenen Pose willig unter. Ein Bild, welches eine, bei einem gewissen Bewegungsablauf eingefrorene Dynamik vermittelt, was aber dadurch bedingt auf keinen Fall Starre ausatmet.

Wir betrachten hier ein Bild, welches sich in äußerster Intransingenz dem expressionistischen non-valuären Ghost-Viewer darstellt. Die fabulär aufgetragenen Chromodyne explizieren in hohem Maße eine einheitliche Konsistenz der Intention des Künstlers. Die Invarianz der diffeo-morphistischen Darstellungen im Vordergrund konterkariert eine vermeintliche Leichtigkeit der Abarbeitung dieses Themas.

Wir sind uns sicher, dass an diesem Bild - wenn es denn jemals rein zufällig in eine Retrospektive der deutschen Expressionisten hineingeraten würde - auch ein Kunstkenner seine Probleme mit der Zuordnung und Verifizierung hätte. Wir taufen das Bild mit: „Wo ist die Katz?“







Weiter unten das Bild einer Wuppertaler Malerin, Frau Anja Manderbach, welches ich mit Erlaubnis der Malerin mit einem Gedicht unterlegt habe. Frau Manderbach legt Wert darauf, dass dieses Bild nicht ohne ihre Zustimmung heruntergeladen werden darf. Bei Interesse teile ich gern auf Anfrage die Adresse der Künstlerin mit.

















Unter rotem Geträufel aus Gelbbauchwindern,

kaspeiern Längenölen, schläufen Hangschliefer

über die ganggeleckten, walen Bäume,

und trietschen die neuen Sturmstecher aus.


Weiße Sekunden buchinen zu Stunden,

zerdrölen in weißgrüner Pracht zu Staub.

Schwarzer Suidar nimmt Illmitz ins Lot;

knört Sendel auf sengendem Grund.


Ein Nakilep bechtet vom Lemmih herab,

in das düsterrotglühende Schwalch.



Nicht regt sich die Gronde! Nur Stalch deckt

das Barg“,

riev Etsüwetor; so streng wie die Nacht.

bejot















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